Kunstprojekte, die 2019 beeindruckt haben

Kunstprojekte, die 2019 beeindruckt haben

Kunstprojekte, die 2019 beeindruckt haben

2019 war in Bezug auf Kunst und Kultur ein erfolgreiches Jahr. Zahllose Kunstprojekte schafften es in die Mainstream-Medien und zogen das Interesse der Bevölkerung auf sich. Die Projekte waren vielseitig: sei es ein Wald in einem Stadion, ein besonderes Bienen-Projekt, Plastikmüll als Kunst oder andere Installationen. Die Kreativität der Künstler scheint unendlich.

Der Wald im Stadion Klagenfurt

Im österreichischen Klagenfurt sorgten 299 Bäume für Aufsehen. Der Grund: sie wurden mitten im Wörthersee Stadion platziert. „For Forest“, ein Kunstprojekt des Installationskünstlers Klaus Littmann, war von 8. September bis 27. Oktober 2019 bei freiem Eintritt zu besichtigen. Mit dieser Installation wollte der Künstler den Blick auf die Zukunft der Mensch-Natur-Beziehung und die Auswirkungen des Klimawandels schärfen.

Die Kunstaktion fand sogar internationale Bewunderer. Leonardo DiCaprio, der sich für Umweltschutz einsetzt, lobte das Projekt und postete ein Foto auf seinem Instagram Account. Der Post erhielt auf Instagram hunderttausende Likes. Insgesamt wurden bei „For Forest“ zweihunderttausend Besucherinnen und Besucher gezählt.

Beedabei in Nürnberg

Auch wenn dabei nicht die Kunst im Mittelpunkt stand, gab es im Mai 2019 in Nürnberg ein sogenanntes Kunstprojekt zur Rettung der Bienen. Unter dem Titel „Beedabei“ gab es am Tag der Bienen einen ´Tag lang ein Projekt aus 200 gelben Blumenkästen, die in Form der 12 Europasterne aufgebaut wurden. Die Blumenkästen enthielten Bienen-Futterpflanzen.

Das Projekt war nur an einem Tag zu sehen, danach durften sich Passanten die Blumenkästen mit nach Hause nehmen, um damit Bienen weitere Futtermöglichkeiten zu bieten. Das Bienenschutz-Projekt ist eines der Projekte die beim Ideen-Wettbewerb „Open Call 2018“ der Stadt Nürnberg im Rahmen ihrer Kulturhauptstadtbewerbung gewonnen hat. Eingereicht wurde es von den Künstlern Peter H. Kalb und Gisela M. Bartulec. Die Organisatoren des „Beedabei“-Tages hofften auf eine Weiterverbreitung der Idee in ganz Europa.

Guerilla Stricken in der Neuen Altstadt

Auch so kann eine Stadt bunter gemacht werden: In Frankfurt wurde letztes Jahr im November zum Guerilla Stricken aufgerufen. Rund 20 Künstlerinnen und Künstler aus dem gesamten Bundesland konnten für dieses Projekt gewonnen werden. Insgesamt wurden 35 Kilogramm Wolle und 100 Kilometer Garnlänge in eine Straßenszenerie verwandelt. Yarnbombing, wie Guerilla Stricken auch genannt wird, ist eine Kunstform, bei der gestrickte Kunst im öffentlichen Raum angebracht wird.

In der ausgestellten Szene in der Neuen Altstadt in Frankfurt waren Autos, Busse, Einsatzfahrzeuge, Katzen, Mäuse, Hunde, Blumenkästen und vieles mehr zu entdecken. David Wasser, der Vater hinter der Idee, plant auch für die nächsten Jahre Guerilla-Aktionen, über die er noch nichts Näheres verraten möchte.

Plastikmüll im Gewächshaus

Die Installation „Der König auf seiner Insel” von Bernd Hennig auf der Empore des Deutschordensmünster in Heilbronn führt den Besuchern Plastikmüll vor Augen. Ein Gewächshaus, gefüllt mit zwölf Kubikmeter Material, plus Hennings eigenen Plastikmüll stand im Juli 2019 im Mittelpunkt der Installation. Der König, eine goldene Figur am Dach des Gewächshauses, scheint sich über all den Plastikmüll und den fehlenden Platz in seinem Reich zu wundern.

Kunstprojekte sind so einzigartig wie die Künstler selbst und setzten die Menschen in Bewunderung und Erstaunen und sollen zum Nachdenken anregen. Wer nicht einfach nur an einem Kunstprojekt vorbeigeht, sondern sich damit auseinandersetzt und hinsieht, wird auch seinen eigenen Horizont erweitern können.