Firmen fördern Kunstprojekte

Firmen fördern Kunstprojekte

Firmen fördern Kunstprojekte

Kunst kaufen ist schick und Kunst fördern ist „in“. Laut der Studie zur „Unternehmerischen Kulturförderung in Deutschland“ von Klaus Siebenhaar und Achim Müller vom Berliner Institut für Kultur und Medienwirtschaft, die für den Kulturkreis der deutschen Wirtschaft erstellt wurde, entschließen sich immer mehr Unternehmen Kunst und Kultur im Land zu fördern.

Natürlich erfährt man nie, wie hoch die Summen sind, die in Kulturprojekte gesteckt werden, aber auch hier scheint, dass das Engagement in letzte Zeit immer mehr zunimmt. Gefördert wird aber nicht immer mit Geld, auch Sach- und Dienstleistungen werden in die Kultur investiert.

Positiver Einfluss auf Unternehmen

Die Zusammenarbeit mit Kunst und Kultur kann dafür sorgen, dass sich die Unternehmenskultur in den Firmen ändert. Man darf nie den Einfluss der Kultur auf Wirtschaft und Gesellschaft übersehen.

In Deutschland gibt es eine reiche kulturelle Infrastruktur, wobei oft übersehen wird, dass diese, um erhalten zu bleiben, auch gepflegt werden muss. Viele denken sich, dass die Kunst sowieso vom Staat gefördert wird und dass es somit nicht vonnöten ist sie zusätzlich zu fördern. Doch zum Glück geht der Trend in eine andere Richtung: immer mehr Unternehmen erkennen, dass sich die Attraktivität eines Standorts nur dann erhöht, wenn sie nicht nur wirtschaftlich sondern auch kulturell belebt wird.

Kunstförderung wird wahrgenommen

Die vielen Pressemeldungen über die Förderung der Kunst und Kultur wird auch bei der Öffentlichkeit wahrgenommen. Man erinnert sich an Firmen, die ein großes Werk an die Stadt gespendet oder eine Kunstauktion in ihren Hallen abgehalten haben. Dies alles wirkt sich positiv auf das Image eines Unternehmens aus.

Unter dem Schlagwort „Corporate Citizen“ investieren Unternehmen in die Kultur oder in das gesellschaftliche Umfeld. Seit den 80er Jahren wird in Deutschland Kultur-Sponsering betrieben. Sie ist zu einer fixen Instrumentation der Kommunikation geworden. In der Wahrnehmung des Unternehmens wird das kulturelle Engagement als äußert positiv bewertet. Kein Wunder, dass sich große Firmen gerne in einem Atemzug mit Kunst und Kultur nennen lassen.

Hugo Boss zum Beispiel ist seit einigen Jahren Co-Sponsor der Berlinale und hat bereits im Jahr 2007 internationale Kunstprojekte unterstützt. Auf der eigenen Website macht Hugo Boss auf das Kultursponsoring aufmerksam. „Seit 1996 engagieren wir uns daher für zeitgenössische Kunst mit weltweiten Ausstellungen und Auszeichnungen. Der HUGO BOSS PRIZE, der alle zwei Jahre an einen prägenden modernen Künstler verliehen wird, gehört zu einem der renommiertesten Kunstpreise in der Kunstszene“, steht hier zu lesen. Hugo Boss kooperiert daher mit Museen und Institutionen, um „wichtige Impulse in der zeitgenössischen Kunst zu setzen“.

Vielschichtige Motivation um Kultur zu fördern

Die Motivation von Betrieben, Kunst und Kultur zu fördern sind vielschichtig. Nicht nur Image-Aufbesserung, sondern auch ökonomische und gesellschaftliche Gründe stecken dahinter.

Die Verbindung von Wirtschaft und Kultur wird sich in Zukunft sicher noch mehr festigen, was für beide Seiten Vorteile bringt. Es gibt sogar eigene Institutionen, die sich damit befassen, die richtigen Partner aus beiden Welten zusammenzubringen. Von Sponsoring, über Corporate Volunteering zu eigenen Kulturangeboten, sowie Public Private Partnerships und Mäzenatentum – die Unternehmen können aus einer Vielzahl an Optionen wählen und somit das beste kulturelle Projekt für ihren Betrieb finden.