"> Die neuen Kandidaten für die Kulturhauptstadt 2025 – Marsch Kunst

Die neuen Kandidaten für die Kulturhauptstadt 2025

Die neuen Kandidaten für die Kulturhauptstadt 2025

Die neuen Kandidaten für die Kulturhauptstadt 2025

In Europa werden seit dem Jahr 1985 europäische Städte von der Europäischen Union zur Kulturhauptstadt gewählt. Für 2025 gehen in Deutschland Chemnitz, Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg ins Rennen.

Welche deutsche Stadt sich im Jahr 2025 Kulturhauptstadt nennen darf, soll im Herbst 2020 feststehen. Neben Deutschland wird Slowenien die zweite Kulturhauptstadt stellen. Hier stehen Ljubljana, Kranj, Nova Gorica, Piran, Ptuj und Lendava auf der Bewerberliste. Die letzte deutsche Kulturhauptstadt Europas war Essen im Jahr 2010. Die Kulturhauptstädte 2020 sind Rijeka in Kroatien und Galway in Irland.

Enttäuschung in Dresden

Ursprünglich hatten sich auch Dresden, Gera und Zittau beworben, doch diese drei Städte wurden im Dezember von einer Jury rausgewählt. Oberbürgermeister Dirk Hilbert zeigte sich enttäuscht, dass Dresden nun ausgeschieden ist und meinte auf Spiegel Online, dass man nun analysieren werde, warum es so gekommen sei. Pläne, die Dresden für die Kulturhauptstadt 2025 hatte, sollen unter dem Motto „Neue Heimat Dresden 2025“ dennoch umgesetzt werden.

Die Dresdner Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch bedankte sich bei der Jury für die kritischen Hinweise und Anregungen und gab an, Projekte, wie die Revitalisierung der Robotron-Kantine und die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie weiter verfolgen zu wollen.

Die Kriterien bei der Auswahl

Seit dem Jahr 2020 gibt es sechs Kriterien zur Auswahl der Kulturhauptstädte. Alle Städte, die sich bewerben, müssen ihre Bewerbungen an diesen Kriterien ausrichten. Die Kategorien, die dabei beurteilt werden, sind:

  • Langzeitstrategie
  • Europäische Dimension
  • Kulturelle und künstlerische Inhalte
  • Umsetzungsfähigkeit
  • Erreichung und Einbindung der Gesellschaft
  • Verwaltung

Sechs Jahre vor dem jeweiligen Kulturhauptstadtjahr reichen die teilnehmenden Länder ihre Bewerbungen beim Kulturministerium ein, die dann vom Kulturausschuss – einem Gremium unabhängiger Sachverständigen – geprüft werden. Der Ausschuss einigt sich auf eine Auswahlliste von Städten, die dann eine detailliertere Bewerbung einreichen müssen. Danach werden die endgültigen Bewerbungen bewertet und eine Stadt pro ausrichtendem Land wird für die Ernennung benannt.

Seit dem Jahr 2004 wird der Titel Kulturhauptstadt Europas an zwei Städte vergeben. Ziel dieses Projektes ist es, den Gemeinschaftsgedanken innerhalb der EU zu fördern, sowie den Reichtum, die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten des kulturellen Erbes in Europa herauszustreichen.

Was bedeutet diese Auszeichnung für eine Stadt?

Im Jahr 1985 wurde auf Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri die jährliche Benennung einer „Kulturstadt Europas“ ins Leben gerufen. Das Programm sollte dazu beitragen, die kulturellen Aspekte einer Stadt, einer Region oder eines ganzen Landes hervorgehoben werden.

Diese europäische Initiative trägt natürlich zur Stärkung des internationalen Profils einer Stadt bei, ebenso wie zur Stadterneuerung und zur Imageverbesserung. Des Weiteren kommt es zu einer kulturellen Neubelebung und zur Belebung des Tourismus. Dies alles sind Facetten mit denen sich die Stadt in einem positiven Licht präsentieren kann. Man darf gespannt sein, welche deutsche Stadt sich im Herbst 2020 durchsetzen wird und sich ein Jahr lang als Kulturhauptstadt Europas präsentieren darf. Wichtig ist, dass sich die Stadt auch nach Ablauf des Jahres von seiner besten kulturellen Seite zeigen wird.